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Donnerstag, 10 August 2017 11:04

Reisen mit gutem Gefühl

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Emissionen freiwillig kompensieren und Klimaschutzprojekte weltweit unterstützen

Reisen, fremde Sprachen hören, exotische Gerichte kosten, neue Länder und Kulturen kennenlernen: Das bedeutet für viele ein Stück Lebensqualität, auf das sie nicht verzichten möchten. Aus gutem Grund gilt der Urlaub als die schönste Zeit des Jahres. Klar dürfte heutzutage aber jedem sein, dass Reisen auch eine Umweltbelastung darstellt - vor allem bei Fernflügen entstehen schnell Kohlendioxid-Emissionen in beträchtlicher Höhe. Die gemeinnützige Organisation myclimate hat deshalb errechnet, wie weit eine vierköpfige Familie aus Frankfurt mit einer virtuellen Emission von einer Tonne CO2 käme.

Bahn schlägt Auto, Bus und Flugzeug

Keine Überraschung ist es, dass das Flugzeug das Schlusslicht der Vergleichsrechnung bildet: Gerade einmal Leipzig oder München sind erreicht, bis eine Tonne klimaschädlichen Kohlendioxids angefallen ist. Mit dem Auto schafft es die Familie in der Beispielrechnung schon bis an die französische Mittelmeerküste oder ins südliche Schweden. Noch ökoeffizienter ist der Reisebus und unschlagbar auf Platz 1 liegt die Bahn: Damit liegen selbst das Nordkap, der Felsen von Gibraltar oder Sizilien mit einer Tonne CO2 in Reichweite. Wer wissen möchte, wie viel Emissionen die eigene nächste Urlaubsreise verursacht, findet zum Beispiel unter www.myclimate.de einen praktischen Onlinerechner. Gerade die in Herbst und Winter beliebten Fernreisen schlagen kräftig zu Buche. Gut drei Tonnen CO2 für Hin- und Rückflug kommen da schnell zusammen. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Verbraucher in der EU verursacht pro Jahr insgesamt neun Tonnen CO2 in seinem Alltag.

Die Emissionen des nächsten Urlaubs berechnen

Wegen dieser Zahlen gänzlich aufs Reisen zu verzichten, wäre sicherlich der falsche Weg. Schließlich bildet Reisen, öffnet Horizonte und garantiert nicht zuletzt Einkommen und Existenz für Millionen Menschen weltweit. Aber Verbraucher können ihre Emissionen finanziell kompensieren und damit Klimaschutzprojekte in aller Welt unterstützen. Und zwar nicht anonym, sondern konkret bezogen auf ein Projekt: Der Online-Rechner ermittelt direkt einen Geldbetrag und schlägt mögliche Empfänger für die Klimaspende vor. Solaranlagen und Wasseraufbereitungssysteme für Dörfer in Kenia mitfinanzieren oder Kleinbauern in Nicaragua beim Aufforsten helfen - jeder Urlauber setzt bei diesem System seinen persönlichen Schwerpunkt. Die Projekte und unabhängige Kontrolleure garantieren, dass mit der Unterstützung genauso viel CO2 eingespart wird, wie vorher berechnet wurde. Der Urlauber kann so ein Stück sicherer sein, auch beim nächsten Urlaub noch reizvolle Natur vorzufinden.


Genau auf die Verwendung der Gelder achten

Eine CO2-Kompensation kann nur dann etwas bewirken, wenn die Gelder tatsächlich direkt den Klimaschutzprojekten zugute kommen. Verbraucher sollten daher genau nachfragen, wie ihre Spenden verwendet werden. Als gemeinnützige Organisation garantiert etwa myclimate, dass mindestens 80 Prozent der Kompensationsgelder in die Klimaschutzprojekte vor Ort fließen. Unterstützt werden nur Projekte, die weltweit anerkannten Standards wie dem Gold Standard genügen. Dabei arbeitet die Organisation eng mit unabhängigen Partnern in den jeweiligen Ländern zusammen. Die Fachleute vor Ort stellen sicher, dass die Projekte professionell umgesetzt werden und überprüfen die konkreten Ergebnisse regelmäßig. Mehr Informationen gibt es unter www.myclimate.de

 

Foto: djd/myclimate

 

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