Der Weg zur neuen Ökoheizung

2017-09-25 20:46:37

In fast zwei Drittel von Deutschlands Heizungskellern stehen veraltete Heizungsanlagen. Sie kosten unnötig Energie und belasten zudem die Umwelt. Immer mehr Verbraucher machen sich daher Gedanken über eine Heizungssanierung und haben dabei die Qual der Wahl. In die Zukunft investiert, wer vom alten Öl- oder Gaskessel auf erneuerbare Energien umsteigt.

Ökologische Wärme

Eine effizientere Heizungsanlage etwa mit dem regionalen Brennstoff Holzpellets lohnt sich für das Klima und die Haushaltskasse. So sind die kleinen Holzpresslinge beispielsweise nahezu CO2-neutral. Denn Holz gibt bei seiner Verbrennung nur so viel Kohlendioxid ab, wie der Baum während seines Wachstums aufgenommen hat. Zudem heizt man mit Pellets komfortabel, denn dank automatischer Feuerung entfällt das Einheizen. Auch aus wirtschaftlicher Sicht zahlt sich der Umstieg auf Holzpellets aus, denn ihr Preis ist stabil. Dank großer Mengen von Sägespänen aus deutschen Sägewerken waren die Holzpresslinge in den vergangenen zehn Jahren im Durchschnitt rund 30 Prozent kostengünstiger als Heizöl oder Erdgas.

Staatliche Unterstützung vorher beantragen

Mit Hilfe großzügiger Fördergelder vom Staat fällt die Entscheidung für eine Investition in erneuerbare Energien leichter. Wer beispielsweise auf eine neue Pelletheizung mit Pufferspeicher setzt, der erhält nach Angaben der Fachleute des Deutschen Pelletinstituts (DEPI) in Berlin mindestens 4.800 Euro über das Marktanreizprogramm (MAP) und das Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE), wenn er eine alte fossile Heizung ersetzt. Die Zuschüsse zahlt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) aus. In Kombination mit einer Solarkollektoranlage erhöht sich die staatliche Förderung sogar auf mindestens 7.800 Euro. Sanierer müssen zunächst einen Antrag beim BAFA stellen, dessen Eingang bestätigt werden muss. Erst danach darf der Heizungsinstallateur auch tatsächlich beauftragt werden. Diese gesetzliche Regelung ist neu und gilt für Heizungsanlagen, die ab dem 1. Januar 2018 in Betrieb gehen. Wird die Heizung noch 2017 in Betrieb genommen, kann der Förderantrag innerhalb von neun Monaten nach der Inbetriebnahme gestellt werden. Unter www.pelletfachbetrieb.de finden Verbraucher Adressen von qualifizierten Heizungsinstallateuren, die beim Heizungstausch helfen. Planungsleistungen dürfen übrigens schon vor der Antragstellung in Auftrag gegeben werden.

Weitere Informationen zur Förderung von Pelletheizungen

Verbraucher, die ihre Heizungsanlage sanieren wollen, finden unter www.bafa.de direkt beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Details über die Förderung von Pelletheizungen. Die staatliche Finanzspritze gibt es auch für wasserführende Pelletkaminöfen im Wohnzimmer. Unter www.depi.de finden sich weitere Erklärungen der Experten des Deutschen Pelletinstituts (DEPI) in Berlin, die auch eine Übersicht der Zuschussprogramme der Bundesländer und Kommunen zur Verfügung stellen.


Foto: djd/Deutsches Pelletinstitut

 

 

Der nahezu CO2-neutrale Brennstoff Holzpellets war in den letzten zehn Jahren im Schnitt rund 30 Prozent günstiger als Heizöl oder Erdgas.
Foto: djd/Deutsches Pelletinstitut