Von besten Bohnen profitieren alle Beteiligten gleichermaßen

Laut Statista zählt Kaffee zu den beliebtesten Heißgetränken der Deutschen. Der Pro-Kopf-Verbrauch beträgt fast einen drei viertel Liter am Tag. Doch Kaffee ist nicht mehr nur ein Massengetränk, sondern immer mehr Genießer setzen auf Spezialsorten und ganz besondere Aromen. Viele Kaffeebauern haben sich diesem Trend angepasst und sind von der Massenproduktherstellung auf den Anbau und die Verarbeitung hochwertigerer Kaffeesorten umgestiegen.

Höchste Güte und faire Entlohnung

Luz Marina Trujilo aus Costa Rica beispielsweise leitet die Plantage Santa Elena im berühmten Kaffeeanbaugebiet bei San José. Sie ist eine der wenigen Frauen im Bohnen-Business. Auf ihrer Anlage wird von Hand geerntet, auf höchste Güte geachtet, die Erntehelfer werden fair entlohnt. Davon profitieren Kaffeesommeliers wie Thomas Eckel von der Murnauer Kaffeerösterei, der die Bohnen direkt von der Plantage kauft. Für den Kaffeeexperten ist das Konzept des Direct Trade mehr als nur eine Handelspartnerschaft: „Bei der direkten Abnahme werden grundsätzlich ein Euro pro Kilo mehr als auf dem Weltmarkt üblich gezahlt. Parallel dazu wird durch den persönlichen Kontakt auch die Qualität, die Nachhaltigkeit des Anbaus und eine angemessene Entlohnung der Arbeiter gewährleistet.“ Bei der Auswahl der Rohware achtet Thomas Eckel auf einen tiefen dunkelgrünen Farbton, einen intensiven Geruch und gleichmäßig geformte Bohnen. Diese werden langsam und in kleinen Chargen immer wieder frisch geröstet. Unter www.murnauer-kaffeeroesterei.de erfahren Kaffeegenießer mehr über die Vielfalt der exklusiven Sorten und können dort auch direkt bestellen. Zum Beispiel den „Santa Elena“, dessen Aroma sich durch eine milde Süße, die Anklänge von Krokant und einen Hauch Blütenhonig auszeichnet.

Kaffeesommelier nach Wiener Tradition

Thomas Eckel entdeckte seine Leidenschaft für Kaffee schon in den 1990er-Jahren und machte daraufhin eine Ausbildung am „Institut für Kaffee-Experten“ in Wien zum Chef-Diplom-Kaffeesommelier. Um eine noch bessere Nase für guten Kaffee zu bekommen, unterzog er sich danach dem sogenannten Q-Grading-Test, das Q steht dabei für Quality. Es ist einer der anspruchsvollsten Prüfungen für Kaffee-Experten weltweit. Sogenannte Q-Grader werden vor allem auf ihr extrem feines Geruchsempfinden getestet. Sie müssen die individuellen Geschmacksnuancen eines Kaffees und deren harmonisches Zusammenspielen benennen und bewerten können. Bundesweit gibt es derzeit nur acht Q-Grader – Thomas Eckel war der erste, der das Zertifikat erhielt.

Von Hand geerntet

Kaffeesommelier Thomas Eckel legt großen Wert auf die persönliche Auswahl der Bohnen-Rohware für seinen Kaffee. Für die Qualitätsgarantie setzt er die Richtlinie, dass die Kaffeekirschen von Hand geerntet werden. Dieses Verfahren ist zwar aufwändig, verhindert aber, dass unreife oder bereits verfaulte Kirschen die Qualität beeinträchtigen. Danach folgt in den meisten Fällen die nasse Aufbereitung, die sogenannte Fermentierung. Dabei wird das Fruchtfleisch vom Kaffeesamen gelöst. Nach dem Trocknen in der Sonne oder aber in großen Trocknungsanlagen wird erneut mit der Hand verlesen, die gute Ware wird danach sorgfältig verpackt und entsprechend geschützt verschickt. Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten gibt es unter www.murnauer-kaffeerösterei.de.

Foto: djd/MKR