Faserpflanzen aus nachhaltigem Anbau

Januar 15, 2016

Für viele von uns ist der morgendliche Kaffee ein wichtiger Bestandteil. Dabei ist Verbrauchern nicht nur der feine Duft wichtig, sondern auch Geschmack, Herkunft, gerechter Handel und umweltschonender Anbau. Aber über das verwendete Filterpapier macht sich fast niemand Gedanken. Aber dieses besteht aus Faserrohstoffen, über deren Anbau sich das Nachdenken ebenfalls lohnt. Auf den Philippinen ist die Faserbanane Abacá, aus der das Filterpapier hergestellt werden kann, nämlich ein wichtiger Wirtschafts- und Umweltfaktor.

Wichtige Anbauregionen: Philippinen

Die Abacá-Fasern kommen vornehmlich aus dem südostasiatischen Inselstaat, wo die Pflanze beheimatet ist. Noch heute ist die Insel Catanduanes eine der wichtigsten Anbauregionen. Ihr Anteil an der weltweiten Abacá-Produktion beläuft sich auf mehr als 25 Prozent. Um diesen Erfolg des Abacá-Anbaus in der wichtigen Anbauregion langfristig sicherzustellen, wurde 2013 ein Modellprojekt ins Leben gerufen, die „Catanduanes Abaca Sustainability Initiative (CASI)“. CASI startete mit 36 Bauern und einer Anbaufläche von 200 Hektar. Unlängst kamen weitere 300 Bauern auf der Insel Panay mit 500 Hektar Anbaufläche hinzu.

Zertifizierung schafft Zukunftsperspektiven

Diese Bauern stellen die Abacá-Produktion auf einen nachhaltigen, umweltschonenden und sozial verantwortungsbewussten erfolgreichen Anbau um. Mit der Rainforest-Alliance-Zertifizierung sind auch die Weichen für eine umweltverträgliche Ernte und Weiterbearbeitung der Fasern vor Ort gestellt, für soziale und gerechte Arbeitsbedingungen sowie einen gesicherten Lebensunterhalt.

„Wir widmen uns der nachhaltigen Landnutzung mit einem integrierten Ansatz. Natur- und Umweltschutz, wie wir ihn verstehen, schließt auch die Bodenqualität ein.“, erklärt Ria Stout, Direktor Programmimplementierung bei der Rainforest Alliance. Vor allem die Bodenqualität ist der Schlüssel dafür, dass auch künftige Generationen noch gute, ertragreich zu bewirtschaftende Böden vorfinden. Eine Prämie, die der Abnehmer der Fasern den Farmern zahlt, um ihre Anstrengungen zu honorieren, die medizinische Versorgung für die CASI-Farmer und deren Familien durch einen Fonds, den er ebenfalls finanziert, sowie Unterrichtsmaterialien für den Schulunterricht der Kinder helfen dabei, die Lebensbedingungen zu verbessern.

Das Projekt wird auch von der Bundesregierung, dem Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft unterstützt.

Foto: djd/Rainforest Alliance

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