Fledermauskasten kaufen

September 21, 2015

Ein künstliches Quartier für Fledermäuse ist der Fledermauskasten. Hier können sich die Tiere, die nachts ihrem Leben nachgehen, tagsüber schlafen und sich aufhalten. Der Kasten ist der Ort, wo sie sich paaren, ihre Jungen zur Welt bringen und sie aufziehen. Auch für den Winterschlaf ist der Feldermauskasten geeignet. Je nach Fledermausart werden unterschiedliche Kästen gebraucht.

Gestaltung und Standort des Fledermauskastens.

Es gibt Gebäude- und Waldfledermäuse, deren Lebensraum immer knapper wird. Mit den Kästen soll dieser Knappheit, die der Mensch zu verantworten hat, entgegen gewirkt werden.
Die Kästen für Waldfledermäuse müssen in ihrer Gestaltung die Fäulnishöhlen in morschen Bäumen, durch Blitzschlag oder Windbruch entstandene Spalten und die verlassenen Spechthöhlen in lebenden Bäumen nachahmen, in denen sich die Waldfledermäuse aufhalten.
Dazu werden die Fledermauskästen im Wald in 2-4 m Höhe an Bäumen oder freistehenden Pfählen befestigt. Die Höhe erleichtert den Fledermäusen den An- und Abflug und verhindert das Raubtiere sie angreifen können. Die Kästen sollten an Bäumen nahe dem Jagdgebiet angebracht werden.
Gebäudefledermäuse leben in Spalten und Ritzen der Fassaden- oder Dachverkleidung oder im Gebälk der Dachstühle in Gebäuden. Gebäudefledermäuse erhalten Kästen, die ihre Lebensbedingungen nachstellen. Es sind Großraumkästen in Flach- oder Tiefbauweise.
Für Spaltenbewohner werden Flachkästen an der Gebäudehülle angebracht. Sie werden in 4 m Höhe aufgehängt. Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein und geschützt vor Wind und Regen.

Dachbodenfledermäuse erhalten Großraumkästen, die aufgeständert oder an hohen Bauwerken wie Brücken oder Türmen aufgehängt werden. Ein warmer Standort und ein guter An- und Abflugbereich ist auch hier wichtig.

Größe und Formen der Kästen.

Spaltenbewohnende Fledermäuse erhalten Flachkästen, die engen Kontakt zu den Wänden halten. Das kann für Wald-, aber auch für Gebäudefledermäuse gelten.
Ein Innenraum, der sich nach oben verjüngt, ist für verschieden große Fledermäuse gut geeignet. Unterschiedliche Breiten der Flachkästen erlauben kleine bis große Fledermauskolonien aufzunehmen.

Die Öffnung, üblicherweise schlitzförmig,ist nach unten gerichtet. Es erleichtert den An- und Abflug und entsorgt den Kot. Vögel beziehen diese Kästen seltener.
Tief- und Rundkästen ahmen die Größe und Form von Baum- und Spechthöhlen nach.
Rundkästen sind so gestaltet, dass sie Nistkästen und Bruthöhlen für Vögel nachahmen. In der Vorderwand ist aber anstelle eines runden Loches ein längliches Loch oder ein Schlitz im unteren Bereich.
Großraumkästen sind für große Fledermauskolonien gedacht. Der Großraum wird durch Zwischenwände geteilt, an denen die Fledermäuse sich festkrallen können.
Die Kasten können größere Tiefkästen sein oder kleine Hütten. Letztere sollen die Dachböden oder große Höhlen nachahmen.

Im eigenen Garten.

Fledermäuse im eigenen Garten leben in einem Kasten, der an dem Wohnhaus angebracht wurde. Sie werden an die Hausfassade angedübelt und in der Farbe der Fassade gestrichen.
Im Garten werden die Kästen an Bäumen befestigt. Die Kästen müssen am Stamm anliegen und dürfen nicht baumeln. Die Kästen müssen so gewählt werden, dass sie für verschiedene Arten gute Lebensmöglichkeiten bieten.

Foto: filorosso.eu – Manfred Gerber  / pixelio.de

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