Dämmen mit Naturstoffen: Hanfdämmstoff

Dämmen mit Hanf? Warum nicht? Es ist einerseits sehr verträglich für die Umwelt und andererseits höchst effektiv. Gegenüber anderen Dämmstoffen hat der Hanf den Vorteil, absolut unbedenklich zu sein für die Gesundheit der Bewohner, die sich seine Eigenschaften zunutze machen. Er leitet die Feuchtigkeit besser ab, als viele andere Materialien das tun, seine Dämmfähigkeit ist unübertroffen, was Kälte, Lärm und Hitze angeht.


Die Hock GmbH & Co. KG aus Nördlingen macht sich damit erklärtermaßen zum Vorreiter für ein gesundes Wohnen mit Rohstoffen, die nachwachsen. Der Thermo Hanf braucht außer seinen pflanzlichen Bestandteilen nur noch etwas Lehm, um als idealer Baustoff unter ökologisch wertvollen Bedingungen zu dienen. Eine 15-jährige Erfahrung hat der Hersteller und Vertreiber von Baustoffen aus der Natur mittlerweile vorzuweisen, der Markt wächst, blüht und gedeiht.

Inzwischen 60 Mitarbeiter treiben das Unternehmensziel voran und verbreiten weiterhin, was seinerzeit im Entwicklungsstadium begriffen war. Einige bedeutende Preise hat das Unternehmen bereits eigeheimst, unter anderem die begehrte Auszeichnung der Stiftung Warentest für den besten Dämmstoff seiner Kategorie, der in der jüngsten Produktgeneration vollständig kompostierbar ist.

Auch des Energiesparpreises dürfen sich die Nördlinger rühmen, wozu neben der erfreulichen CO2-Bilanz sicher auch die gefahrlose Verarbeitungsweise des praktikablen Dämmstoffs beigetragen hat. Die Produktpalette hat außerdem eine beachtliche Ausweitung in Richtung der Lehmbaustoffe erfahren.

So werden außer Bauplatten auch Putze und Farben angeboten, die dem traditionellen Werkstoff neue Verwendungsmöglichkeiten bescheren. Wer darin wohnt, lebt in verträglichen klimatischen Bedingungen. Die relative Luftfeuchte liegt zwischen 45 und 55%, was überaus bekömmlich ist.

Lehm besitzt die vorteilhafte Eigenschaft, zu viel Wasserdampf aufnehmen und speichern zu können, um ihn bei entsprechender Trockenheit im Raum wieder abzugeben. Der natürliche Eindruck, den dieser Baustoff hinterlässt, nimmt zudem regen Anteil an der erzeugten Wohlfühl-Atmosphäre. Möglich wurde die junge, aber beeindruckende Geschichte des Unternehmenserfolgs durch die Legalisierung des Hanfanbaus von rauschgiftarmer Qualität im Jahre 1996. Bereits ein Jahr später stand der Thermo-Hanf in den Startlöchern, um die marktgerechte Verwendung des Naturprodukts unter Beweis zu stellen.

Was in Stutensee in anfangs drei kreativen Köpfen entstanden ist, hat sich seitdem beträchtlich ausgeweitet. Durch zunächst zähe Kleinarbeit wurde Schritt für Schritt ein Markt erobert, der noch erhebliches Wachstumspotenzial aufweisen dürfte. Von Bayern aus wurde vordringlich der gesamteuropäische Markt anvisiert, weitere Ausweitungen sind nicht ausgeschlossen. Intensive Forschung, auch in Zusammenarbeit mit bekannten Instituten, zäher Fleiß und ein überzeugendes Konzept trugen zur Behauptung und Entwicklung des Unternehmens bei. Ein wachsendes ökologisches Bewusstsein auf der Käuferseite bereitete ihm fruchtbaren Boden.