Carsharing – gut für Umwelt und Geldbeutel

In Deutschland gibt es rund 40 Millionen zugelassene PKW. Allerdings steht davon ein großer Teil nur unnütz herum. Im Durschnitt wird ein Auto nur 1 Stunde am Tag bewegt, die anderen 23 Stunden ist es kein Fahrzeug, sondern ein Stehzeug. Und dabei verursacht es enorme Kosten, z.B. Wertverlust, Kraftfahrzeugsteuer, Versicherung und Reparaturkosten. Dazu kommen vor allem in Großstädten der Mangel an Parkplätzen, der den Besitzern Sorgen bereitet.

Und dabei gibt es gerade in den Ballungszentren eine günstigere Alternative: Car-Sharing. In immer mehr Städten drängen immer mehr Anbieter auf den Markt und bieten das Auto zum Teilen an. Und das bedeutet für den Autofahrer weniger Kosten und auch weniger Ärger. Und durch die neuen Medien wird die Buchung und Abgabe der gemieteten Autos immer einfacher. Gefunden und gebucht werden kann das benötigte Fahrzeug komfortabel über eine Smartphone-App. Und wenn man das Auto nicht mehr benötigt, stellt man es einfach ab.

Hat man den für sich passenden Anbieter gefunden und sich bei diesem registriert, bekommt man Zugang zum Fahrzeug jederzeit über elektronische Kartensysteme oder spezielle Schlüsseltresore. Um die Reinigung, Wartung, Instandsetzung und Versicherung muss sich der Nutzer nicht mehr kümmern. Für alle, die ihr Auto nur ab und zu benötigen, ist das Auto teilen also genau das richtige. Zumal man noch den Vorteil hat, aus verschiedenen Fahrzeuggrößen wählen zu können. So bucht man für die schnelle Fahrt zum Arzt einen kleinen Stadtflitzer, und für den Wochenendausflug mit der Familie den Kleinbus.

Vergleich Carsharing Anbieter

Car-Sharing hat aber auch für die Umwelt große Vorteile. Laut NABU-Verkehrsreferent Dietmar Oeliger ersetzt jedes Carsharing-Fahrzeug vier bis acht Privat-PKW. Damit geht der Flächenverbrauch in den Städten zurück. Und Carsharing-Kunden überlegen sich genauer, ob sie statt des PKW doch lieber die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen.

Wer sein PKW nur gelegentlich benötigt und damit gar nur in den Urlaub fahren möchte, für den kann auch ein Mietwagen interessant sein. Der kann je Woche zwar 100-200 Euro kosten, dies ist aber dennoch günstiger als der Besitz eines eigenen PKW. Denn allein der Wertverlust kann bei einem Mittelklasse-PKW schon über 300 Euro im Monat betragen.

Es lohnt sich also, die Kosten für den eigenen PKW genau aufzuschlüsseln und die Fahrgewohnheiten zu hinterfragen.

Bildquelle: DN / pixelio.de

Februar 3, 2015